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By Marion Müller

Warum stört sich beim Fußball eigentlich niemand daran, wenn Franz Beckenbauer über die „angeborene Geschmeidigkeit der Afrikaner“ sinniert? Warum finden wir die Existenz von Ausländerregelungen in der Bundesliga so selbstverständlich? Und weshalb ist die Vorstellung so abwegig, dass Frauen und Männer gemeinsam Fußball spielen?
In jedem anderen Funktionssystem wären derartige partikularistische Diskriminierungen hochgradig legitimationspflichtig. Nur im Fußball bzw. im game werden nationale, ethnische sowie geschlechtliche Zuschreibungen unhinterfragt akzeptiert. Wieso aber gelten Ausländerbeschränkungen und Geschlechtersegregation nicht als Widerspruch zum sportlichen Leistungsprinzip und dem Inklusionspostulat funktional differenzierter Gesellschaften?
Diese Fragen werden in der vorliegenden Arbeit anhand einer historischen examine des Fußballsports und ethnografischer Untersuchungen in drei Bundesligaklubs beantwortet.

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Der Begriff der Ethnie ist weiter gefasst und schließt anders als die Nation, die gerade auf die Konstitution einer selbstgenügsamen Einheit und in der Regel auf „ethnische Entmischung“ zielt, auch grenzüberschreitende Sozialbeziehungen mit ein (vgl. ). Durch die Errichtung eines eigenen politischen Staatsapparats wird die Nation zum Nationalstaat. Die ethnische Zugehörigkeit bzw. der Anspruch, dass die ethnische und die politisch-staatsverbandliche Zugehörigkeit deckungsgleich sind, ist historisch jedoch nur ein mögliches Kriterium zur Bestimmung nationaler Kollektivität (vgl.

Selbst wenn die Konkurrenz- und Wettkampforientierung der Frauen möglicherweise auch damals schon geringer ausfiel als bei den Männern, gibt es doch einige Belege für Sport treibende Mädchen und Frauen in England vor 1900, die sich durchaus auch an Wettbewerben beteiligten (vgl. ). 44 Von einem systematischen Ausschluss qua Geschlecht lässt sich für diese Zeit jedoch vermutlich (noch) nicht sprechen, viel eher muss zwischen den verschiedenen Sportarten und der Bedeutung, die der Geschlechterdifferenz jeweils zugewiesen wurde, unterschieden werden (vgl.

Nicht nur der Ausschluss, sondern auch die Re-Inklusion der Frauen in die Leistungsrollen verlief je nach Sportart und Nation sehr unterschiedlich. Die Zulassung von Frauen war in vielen Sportarten in der Folge vor allem von der Einführung verschiedener Sonderregelungen (meist eine Reduzierung der Anforderungen) begleitet, die das „schwache Geschlecht“ vor gesundheitlichen Risiken bewahren und ästhetische Normvorstellungen aufrechterhalten sollten (vgl. ). Dadurch kam es zu einer bis Mitte des 20.

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