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By Peter Schneider

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Best foreign language fiction books

Schatten des Wolfes. Alpha und Omega

Gefährliche LiebeBis Anna überfallen und gebissen wurde, wusste sie nicht, dass sie existieren: Werwölfe. Nun ist sie selbst einer, und nach drei harten Jahren unter diesen unberechenbaren Wesen weiß sie, wie guy der Gefahr aus dem Weg geht. Doch dann begegnet ihr Charles Cornick, Sohn und Erbe des mächtigsten Werwolfs Amerikas.

Las manzanas (Halloween Party)

Secret author Ariadne Oliver has been invited to a Hallowe'en get together at Woodleigh universal. one of many different site visitors is a youngster woman recognized for telling stories of homicide and intrigue ? Dand for being as a rule disagreeable. but if the lady, Joyce, is located drowned in an apple-bobbing bathtub, Mrs. Oliver wonders after the fictitious nature of the girl's declare that she had as soon as witnessed a homicide.

La Voce del Violino

"Il commissario invece period di Catania, di nome faceva Salvo Montalbano, e quando voleva capire una cosa, los angeles capiva. " Quarta inchiesta in step with Salvo Montalbano, 'il Maigret siciliano' di stanza a Vigàta, "il centro più inventato della Sicilia più tipica". Questa volta Montalbano deve trovare il colpevole dell'omicidio di una bella signora vigatese, assassinata nella sua villa.

Salz und Asche (Roman)

Üppig, farbenprächtig und sinnlichLüneburg 1656: Die 17-jährige Susanne Büttner, Tochter eines Salzfassmachers, führt seit dem Tod ihrer Mutter den Haushalt. Ihr Leben ist hart und eintönig, doch dann verliebt sie sich in den Schmiedegesellen Jan, der einen abenteuerlichen Ruf hat. Als ein Verbrechen geschieht und Jan und Susanne in die Aufklärung verwickelt werden, kommen sie sich schnell näher.

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Das Leuchten, das nach dem Zeugnis ihrer Verehrer von ihr ausging, hat keinen Fotografen gefunden. Falls sie im Kreis der Freunde wirklich so etwas wie ein Star war, ein Licht, eine strahlende Erscheinung, so war die Darstellung dieser Rolle auf ein anderes Mittel angewiesen als auf die Fotografie. Jahrzehntelang gehörte ein Schuhkarton zu meinen Sachen, den ich bei allen Umzügen mitnahm. Er enthielt Briefe meiner Mutter – Briefe, die sie in Sütterlinschrift mit Bleistift oder Tinte auf weißes oder gelbes Papier geschrieben hatte, öfter auf Seiten im DIN-A5-Format, die sie vielleicht aus einem Schul- oder Notizheft herausgerissen hatte.

Immer wieder spricht die Mutter in ihren Briefen von seinen »guten«, seinen »vertrauten« Händen. Dem Sohn fällt beim Betrachten der Fotos noch etwas anderes auf: die unbestreitbare Ähnlichkeit zwischen Andreas und Heinrich. Im Profil jedenfalls, wenn man Andreas’ wuchtiges Kinn abdeckt und sich auf das zurückgekämmte Haar, die Stirn, die starken Augenbrauen und die tief liegenden Augen konzentriert, wirken die beiden wie Brüder. Die starre aufrechte Haltung scheint einem damals gültigen Männerideal von Respektverbreitung zu folgen und weckt die Erinnerung an den väterlichen Stoß in meinen Rücken und die Ermahnung: Halte dich gerade, Junge!

Es sind Briefe, deren Feuer dem Sohn auch noch Jahrzehnte, nachdem sie aufs Papier geworfen wurden, die Hand versengt. Hier spricht eine Frau, die dem Geliebten alles, was sie zu geben hat, zu Füßen legt, sich ihm ausliefert, ihn mit der Bedingungslosigkeit ihrer Liebe überrennt, ja womöglich überfordert. Kein Mann auf der Welt, ruft er seiner Mutter zu, sollte solche Briefe bekommen, weil kein Mann auf der Welt einer solchen Hingabe gewachsen ist – er wird mit der ihm anvertrauten Macht nicht umzugehen wissen.

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